In Entscheidungsszenarien mit hohem Informationsdruck zeigte sich ein deutlicher Effekt. Marken, deren Gestaltung klar erkennen ließ, wofür sie stehen und wann sie relevant sind, wurden signifikant häufiger gewählt. Die Wahlwahrscheinlichkeit stieg um 44 %, wenn Design nicht primär ästhetisch, sondern semantisch eindeutig war.
Probanden beschrieben diese Marken als „leicht“, „schnell verständlich“ und „mental greifbar“. Visuell anspruchsvolle, aber semantisch offene Designs wurden dagegen häufiger als anstrengend oder erklärungsbedürftig empfunden.
Design erfüllt hier nicht mehr die Funktion der Differenzierung, sondern der kognitiven Entlastung.