Customer Journeys galten lange als das zentrale Ordnungsmodell moderner Markenführung.
Sie versprachen Kontrolle über Kontaktpunkte, Konsistenz über Kanäle und Steuerbarkeit von Entscheidungen.
Dieses Modell entstand in einer Zeit,
in der Aufmerksamkeit knapp, Entscheidungen aktiv und Marken primäre Orientierungsgeber waren.
Diese Bedingungen existieren nicht mehr.
Heute bewegen sich Menschen nicht entlang definierter Pfade.
Sie navigieren durch Überforderung, Vergleichsdruck, algorithmische Vorselektion und permanente Entscheidungsdelegation.
Das Problem liegt nicht in der operativen Umsetzung von Customer Journeys.
Es liegt im zugrunde liegenden Denkmodell.
Customer Journeys beschreiben Abläufe.
Sie erklären jedoch nicht mehr, warum Entscheidungen entstehen – oder ausbleiben.