Sanpellegrino – Moments

Wie BSI Sanpellegrino vom Dining-Begleiter zu einem zeitgemäßen Marken- und Entscheidungssystem weiterentwickelt hat

Ausgangspunkt

Sanpellegrino war international als ikonische Premium-Marke etabliert – stark verankert in Fine Dining, Gastronomie und formellen Genussmomenten. Gleichzeitig veränderte sich der Alltag der Konsumenten spürbar: Essen, Trinken und Genuss wurden fragmentierter, situativer und stärker in soziale, mediale und digitale Kontexte eingebettet.
Die Marke war präsent, aber primär in klar definierten, traditionellen Nutzungssituationen. Neue Kaufanlässe entstanden im Alltag – wurden jedoch nicht systematisch durch die Marke besetzt oder geführt.
Das Problem war nicht mangelnde Strahlkraft.
Es war die fehlende Übersetzung des Markenkerns in zeitgemäße Entscheidungs- und Nutzungsmomente.

Die zentrale Fragestellung

Welche Rolle kann und soll Sanpellegrino im heutigen Alltag spielen – als Wasser, als Softdrink, als Ausdruck von Lebensgefühl?
Und wie lassen sich neue Kauf- und Konsummomente so aktivieren, dass sie sichtbar, anschlussfähig und kaufrelevant werden – ohne den ikonischen Markenkern zu verwässern?

Was BSI gemacht hat

BSI hat Sanpellegrino nicht aus Produkt- oder Sortimentslogik betrachtet, sondern aus der Perspektive realer Lebens- und Entscheidungssituationen. Ausgangspunkt war eine tiefgehende Analyse moderner Verzehrs-, Genuss- und Selbstdarstellungsmomente – online wie offline.
Untersucht wurde:
  • wann und warum Menschen heute trinken
  • welche Situationen als bedeutungsvoll erlebt werden
  • welche Rolle Getränke für Identität, soziale Zugehörigkeit und mediale Sichtbarkeit spielen
Dabei zeigte sich ein zentrales Muster:
Momente sind nicht mehr an Orte gebunden, sondern an Situationen – und diese werden zunehmend digital vorbereitet, begleitet oder bestätigt.
Auf dieser Basis entwickelte BSI die Sanpellegrino Moments: klar definierte Nutzungssituationen, die als strategische Klammer für Portfolio, Kommunikation und Aktivierung dienten. Diese Moments definierten:
  • die jeweilige Rolle von Sanpellegrino als Wasser
  • die Funktion der Softdrink-Submarken
  • den emotionalen und sozialen Kontext, in dem die Marke Sinn ergibt
Entscheidend war der nächste Schritt:
Die Moments wurden nicht nur beschrieben, sondern gezielt in relevante Entscheidungsräume übersetzt.

Aktivierung der Moments

BSI entwickelte ein Aktivierungsmodell, das die Sanpellegrino Moments dort sichtbar machte, wo Entscheidungen heute tatsächlich vorbereitet und getroffen werden:
Social Media
Die Moments wurden als soziale Szenen inszeniert – nicht produktzentriert, sondern situationszentriert. Sanpellegrino fungierte als stiller Marker von Haltung, Stil und Lebensgefühl. Inhalte waren darauf ausgelegt, Teil der Selbstdarstellung zu werden – nicht als Werbung, sondern als sozial akzeptierte Referenz.
Amazon & digitale Handelsplattformen
Auch im digitalen Handel wurden die Moments konsequent übersetzt. Produktdarstellung, Content-Logik und Markenauftritt folgten nicht nur funktionalen Kaufargumenten, sondern stellten den Nutzungskontext in den Vordergrund. Sanpellegrino wurde nicht als Artikel, sondern als passender Begleiter eines Moments positioniert – anschlussfähig, verständlich und markenkonsistent.
Weitere digitale Touchpoints
Über zusätzliche digitale Kontaktpunkte hinweg wurde die Moments-Logik als wiedererkennbare Struktur genutzt. Nicht jede Plattform erzählte die gleiche Geschichte – aber jede erzählte dieselbe innere Logik.
So entstand kein Kampagnen-Set, sondern ein kohärentes Markensystem, das sich situativ anpassen ließ, ohne an Klarheit zu verlieren.

Die Wirkung

Sanpellegrino gewann strategische Führung über seine Markenpräsenz in neuen Alltags- und Genussmomenten. Kaufanlässe wurden nicht erzeugt, sondern präzise besetzt.
Die Marke wurde sichtbarer im Alltag, relevanter im digitalen Raum und anschlussfähiger für neue Nutzungssituationen – ohne ihre Premium-DNA zu verlieren.
Sanpellegrino blieb ikonisch.
Und wurde gleichzeitig gegenwartsfähig.

BSI-Perspektive

BSI hat Sanpellegrino nicht verbreitert.
Wir haben die Marke situativ geschärft.
Starke Marken entstehen nicht durch mehr Präsenz.
Sondern durch Präsenz am richtigen Moment.
Nicht jeder Kontaktpunkt entscheidet.
Aber jede Entscheidung braucht einen Moment, der trägt.
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BSI Office Hamburg