BSI hat Mobile Post-its nicht als Notiz-App gedacht, sondern als digitalen Bedeutungs-Layer im realen Raum. Ausgangspunkt war die Analyse, warum physische Post-its wirken: Sie erscheinen nicht zufällig, sondern dort, wo sie gebraucht werden. Sie adressieren konkrete Situationen, Orte und soziale Kontexte.
Auf dieser Basis entwickelte BSI das Konzept Mobile Post-its: digitale Notizen, die über Geo-Tagging an reale Orte gebunden sind und nur für definierte Nutzergruppen sichtbar werden – etwa für Mitglieder desselben Social Circles, Teams oder temporärer Gemeinschaften.
Die Notiz wird damit nicht ausgespielt, sondern entdeckt.
Nicht gesucht, sondern vor Ort erlebt.
Entscheidend war der Perspektivwechsel:
Post-its sind kein Content.
Sie sind situative Bedeutungsträger.
Mobile Post-its erweitern den Raum um eine semantische Ebene: Hinweise an Orten, Gedanken an Kreuzungen, Erinnerungen in Räumen, Erfahrungen an Wegen. Wissen bleibt nicht abstrakt, sondern wird dort zugänglich, wo es relevant ist.
So entsteht kein soziales Netzwerk, sondern ein kontextuelles Gedächtnissystem – privat, temporär, lokal begrenzt und sozial eingebettet.