Mercedes-Benz – Lounge

Wie BSI Social Media als Raum für Orientierung, Entscheidung und Vertrauen neu aufgesetzt hat

Ausgangspunkt

Mercedes-Benz verfügte über hohe Markenbekanntheit, starke Produkte und eine enorme Präsenz in digitalen Kanälen. Gleichzeitig zeigte sich ein strukturelles Problem: Social Media war sichtbar – aber oft nicht relevant. Inhalte wurden ausgespielt, ohne konsequent an den realen Fragen, Unsicherheiten und Entscheidungsbedürfnissen der Nutzer anzusetzen.
Potenzielle Käufer suchten Antworten – zu Modellen, Unterschieden, Alltagstauglichkeit, Ausstattung, Kosten und Nutzung. Diese Fragen wurden jedoch häufig außerhalb der Marke beantwortet: in Foren, auf Vergleichsseiten oder durch Drittanbieter. Reichweite war vorhanden, Entscheidungsnähe nicht.
Das Problem war nicht zu wenig Content.
Es war fehlende Anbindung an reale Nutzerfragen.

Die zentrale Fragestellung

Wie kann YouTube und Instagram so genutzt werden, dass es nicht nur Aufmerksamkeit erzeugt, sondern konkrete Orientierung im Entscheidungsprozess bietet?
Und wie lässt sich Sichtbarkeit systematisch steigern, ohne Content zu verstärken – sondern indem man relevanter wird?

Was BSI gemacht hat

BSI hat Social Media nicht als Kreativ- oder Kanalaufgabe betrachtet, sondern als Relevanz- und Entscheidungsarchitektur. Ausgangspunkt war eine umfassende Analyse der tatsächlich meistgesuchten Fragen rund um alle Mercedes-Benz Modelle – formuliert in der Sprache der Nutzer, nicht der Marke.
Mit dem BSI-Phrasing-Ansatz wurden die trafficstärksten, entscheidungsrelevantesten Fragestellungen identifiziert: Fragen, die Menschen wirklich stellen, wenn sie sich orientieren, vergleichen oder eine Kaufentscheidung vorbereiten. Nicht Kampagnenfragen, sondern Alltags-, Nutzungs- und Modellfragen.
Auf dieser Basis entwickelte das BSI Studio ein konsequent fragebasiertes Content-System. Videoformate wurden so aufgebaut, dass sie nicht mit Botschaften beginnen, sondern mit genau diesen Fragen. Erst danach folgte die inhaltliche Einordnung. Ergänzend wurde schriftlicher Content entwickelt, der die Fragelogik aufgriff und weiter vertiefte.
Der Perspektivwechsel war zentral:
Social Media ist kein Sendeformat.
Es ist ein Antwortsystem.
Content wurde damit nicht kreativer – sondern anschlussfähiger. Die Marke tritt nicht als Erzähler auf, sondern als kompetenter Gesprächspartner. Gleichzeitig wurden Händler systematisch eingebunden, da die Inhalte konkrete Kauf- und Nutzungsfragen adressierten, die lokal weitergeführt werden konnten.

Die Wirkung

Das Modell zeigt, wie Social Media durch konsequente Frage- und Relevanzorientierung deutlich an Wirkung gewinnt. Die Sichtbarkeit der Inhalte vervielfachte sich, Engagement stieg messbar – nicht durch Provokation, sondern durch Relevanz. Nutzer blieben länger, interagierten gezielter und nutzten Inhalte als Orientierungshilfe.
Aus Content wird Entscheidungshilfe.
Aus Reichweite wird Nähe.
Aus Social Media wird ein verbindender Raum zwischen Marke, Handel und Kunde.

BSI-Perspektive

BSI hat für Mercedes-Benz keinen Content produziert.
Wir haben Relevanz systematisiert.
Sichtbarkeit entsteht heute nicht durch Lautstärke.
Sondern dadurch, dass Marken die richtigen Fragen beantworten.
Nicht jeder Inhalt verkauft.
Aber jeder relevante Inhalt bringt Menschen näher an eine Entscheidung.
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BSI Office Hamburg